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Depression: Symptome & Formen

Sie sind sich unsicher, ob bei Ihnen lediglich ein vorübergehendes Stimmungstief oder eine handfeste Depression vorliegt? Schwierige Situationen und Gefühle wie Traurigkeit und Niedergeschlagenheit gehören schon mal zum Leben dazu! Ausschlaggebend ist vor allen Dingen der Zeitraum, in dem die Symptome der Depression vorliegen.

Habe ich Depressionen?

Bild: Patientin, die in die Kamera schaut
© Asklepios Kliniken

Bei einer leichten depressiven Episode nach ICD-10 treten einige Haupt- und Nebensymptome über einen Zeitraum von mindestens zwei bis drei Wochen auf und gehen damit deutlich über das übliche Stimmungstief hinaus. Allerdings kann eine tiefe Traurig- und Antriebslosigkeit bereits ein erstes ernstzunehmendes Anzeichen sein, welches Sie beim Auftreten zusätzlicher Symptome wie Schlafstörungen und Schuldgefühle genauer beobachten und abklären lassen sollten.

Übersicht Symptomatik

Psychische Symptome

Folgende psychische Symptome können bei einer Depression auftreten:

  • Gedrückte Stimmung / Sorgen
  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Zunehmender Erschöpfungszustand
  • Müdigkeit
  • Sozialer Rückzug
  • Interessenverlust
  • Grübeln & Gedankenkreisen
  • Ängste
  • Antriebsmangel
  • Schuldgefühle
  • Wut & Trotz
  • Gefühlslosigkeit
  • Suizidgedanken

Während einige Betroffene dem reinen Gefühlschaos und dem ständigen Gedankenkarussell ausgesetzt sind, fühlen Andere sich wie isoliert und innerlich leer. Die psychischen Symptome der Depression können also ganz unterschiedlich auftreten.

Somatische Beschwerden

Unter anderem können sich nachstehende somatische Beschwerden verfestigen:

  • Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen
  • Schlafprobleme / Vermehrter Schlaf
  • Appetitlosigkeit / Vermehrter Appetit
  • Libidoverlust
  • Magen- & Darmprobleme
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gewichtsverlust / Gewichtszunahme
  • Unruhe & Hektisches Verhalten

Wie auch bei den Symptomen der emotionalen Ebene, können die somatischen Anzeichen einer Depression von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich ausfallen. Während einige Betroffene von Schlafproblemen berichten, kommen Andere gar nicht aus dem Bett. Ebenso verhält es sich mit dem Appetit und den eigenen Bewegungen. So denkt man bei einer Depression häufig an lähmende und antriebslose Bewegungen, dabei können auch hektisches Treiben und eine ständige Unruhe das Krankheitsbild der Depression prägen.

Ursachen ausschließen

bild: Patient sitzt nachdenklich am Fenster seiner Suite in der Blomenburg Privatklinik
© Blomenburg

Wichtig ist es, andere körperliche oder externe Ursachen auszuschließen, um eine eindeutige Diagnose stellen zu können. So können die gleichen Symptome einer Depression im Zuge des ganz normalen Trauerprozesses nach einem Verlust über einen längere Zeitraum hinweg auftreten. Aber auch organische Faktoren können Anzeichen wie Schlafstörungen und Antriebslosigkeit hervorrufen. Sollten Sie die Symptome einer Depression bei sich erkennen, kann Ihnen Ihr Hausarzt und im nächsten Schritt der Facharzt Klarheit verschaffen. 

> Postnatale Depression aus Auslöser

Formen der Depression

Bild: Patientin entspannt am Selenter See in der Nähe der Privatklinik Blomenburg
© Blomenburg

Entgegen der häufigen Annahme besteht nicht nur die eine Diagnose "Depression". Verschiedene Erkrankungsformen können je nach folgenden Faktoren unterschieden werden:

  • Entwicklung
  • Grad
  • Zeitraum
  • Frequenz

Formen nach ICD-10

Unipolare Depression

Häufig bekannt ist die unipolare Depression, die mit einer depressiven Episode oder auch mit wiederkehrenden Episoden (rezidivierende Depression) auftreten kann. Die depressiven Episoden reichen dabei von leicht, über mittelgradige bis hin zu schweren depressiven Episoden.

Bipolare Störung

Bei der bipolaren Störung treten neben der depressiven Episode manische oder hypomanische Phasen auf, die unter anderem  durch gehobene Stimmung, übermäßiger Aktivität und Größenwahn gekennzeichnet sind. Zeitlich abgegrenzt kann die Manie teils über Nacht wieder in eine depressive Episode umschwenken, weswegen man auch von starken depressiven Stimmungsschwankungen mit einem Hochgefühl in der einen und tiefer ausgeprägter Traurigkeit in der anderen Phase spricht.

Anhaltende affektive Störungen

Bei der sogenannten Dysthymia liegt die chronische depressive Verstimmung mindestens mehrere Jahre vor, jedoch sind Symptomatik und Schweregrad leichter ausgeprägt. Eine Zyklothymia ist ähnlich wie die bipolare Störung von einer instabilen Stimmungslage gekennzeichnet, die Episoden von Depression und Hypomanie sind jedoch weitaus weniger markant.

Alle Anzeichen deuten auf eine Depression hin?

Sie vermuten, dass bei Ihnen oder einer Ihnen nahestehenden Person die Indikation Depression vorliegt? Ihr Haus- oder Facharzt kann Ihnen in einem ersten gemeinsamen Gespräch weiterhelfen. Auch das Expertenteam unserer Privatklinik berät Sie umfassend, diskret und ganz individuell. Die Depression kann heutzutage wirksam behandelt werden – Gemeinsam finden wir eine Lösung!