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Portraitfoto von Frau Dr. Stephanie Grabhorn: Chefärztin der Blomenburg Privatklinik

Privatklinik für Traumafolgestörungen

Wirksame Behandlung von Traumafolgestörungen wie PTBS

Die Wunden traumatischer Ereignisse müssen nicht immer präsent sein. Ein Trauma kann die Seele noch lange belasten. Ist die Verarbeitung mit den eigenen Ressourcen nicht möglich und die Psyche schlichtweg überfordert, können sich daraus Traumafolgestörungen wie eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickeln.

Bild: Mann und Frau im Gespräch in einem eleganten Ambiente.
© GettyImages-909596896

Ein einschneidendes negatives Erlebnis kann jeden treffen; sei es der miterlebte Autounfall, körperliche Übergriffe oder psychische Gewalt. Traumatische Ereignisse versetzten Betroffene häufig zunächst in eine Art Schockstarre, die die Verarbeitung erschwert. Langfristig unverarbeitete psychische Wunden können sich dann in Albträumen, Flashbacks und emotionaler Taubheit bemerkbar machen.

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Symptome & Ursachen einer PTBS

Mögliche Traumata

Was ist ein Trauma?

Auslöser für Trauamfolgestörungen oder eine posttraumatische Belastungsstörung ist initial ein sogenanntes Trauma, welches das Leben Betroffener tief erschüttert. Ein Trauma wird dabei immer durch äußere Einflüsse herbeigeführt und kann menschlicher Natur (Gewalteinwirkung) aber ebenso zufälliger Natur (Unfall) sein. Auch die Dauer eines Traumas ist entscheidend. Traumatisierend können unter anderem folgende Situationen sein:

  • Unfälle
  • Naturkatastrophen
  • Terrorismus und Krieg
  • Verlust nahestehender Personen
  • Schwere Erkrankungen 
  • Vernachlässigung
  • Gewalteinwirkung (Sowohl körperlich als auch psychisch)

Solche äußerst belastenden Ereignisse können in manchen Fällen die eigenen inneren Ressourcen überfordern und die Grenze des menschlich Verkraftbaren vollends überschreiten.

Symptome

Welche Symptome deuten auf Traumafolgestörungen hin?

Die erste Schocksituation versetzt Betroffene häufig in einen Zustand völliger Handlungsunfähigkeit, da vermehrt ausgeschüttete Stresshormone den Körper und die Psyche fest im Griff haben. Ab diesem Zeitpunkt können folgende Symptome auf eine psychische akute Belastungsreaktion hindeuten:

  • Herzrasen und hoher Puls
  • Emotionale Taubheit und Teilnahmslosigkeit
  • Schreckhaftigkeit, Angst und Verzweiflung
  • Schlafstörungen und Albträume
  • Totale Ohnmacht & Überforderung

Weitere Symptome können häufig erst Wochen oder Monate nach der belastenden Situation auftreten und das Leben Betroffener immer mehr einnehmen:

  • Albträume und Flashbacks 
  • Vermeidungsverhalten, um Trigger-Situationen zu umgehen
  • Verzerrte eigene Wahrnehmung
  • Sozialer Rückzug 
  • Erhöhter Alkohol- und Tablettenkonsum

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Ursachen

Wie entwickelt sich eine PTBS?

Ein traumatisches Ereignis muss nicht zwingend eine Traumafolgestörung und eine posttraumatische Belastungsstörung nach sich ziehen. Häufig tritt nach einem Trauma in erster Linie eine akute Belastungsreaktion auf, die auch als "Schock" bezeichnet wird. Diese Belastungsreaktion klingt meist nach 2-3 Tagen ab. Das Trauma stellt zwar die auslösende Situation dar, doch verschiedene Aspekte im Leben der Betroffenen nehmen Einfluss auf die Entwicklung einer Traumafolgestörung. So ist zum einen die persönliche Erfahrung und das eigene Lebensumfeld entscheidend. Ebenso ist das soziale Umfeld und der Rückhalt ein wichtiger Faktor. Fehlt diese Unterstützung, ist die Bewältigung eines Traumas aus eigener Kraft häufig schwierig.

Traumaklinik: Ganzheitliche und hochindividuelle Behandlung

Sie als Mensch stehen im Zentrum unseres multimodalen Behandlungskonzeptes der Traumatherapie. Die Kombination unserer traumaspezifischen Methoden und Techniken in bis zu 25 Therapieeinheiten die Woche beachtet deshalb Ihre ganz persönliche Ausgangssituation. Behutsam schaffen wir für Sie ein sicheres therapeutisches Vertrauensverhältnis, um gemeinsam die angstbehaftete, traumatische Situation zu integrieren und wieder selbstbestimmt zu leben!

Unsere personalisierte Traumatherapie

Diagnostik

Diagnostik in einfühlsamer und sicherer Atmosphäre

Das Grundvertrauen vieler Betroffener ist nach einem Trauma häufig tief erschüttert. Viele verschließen sich vor den belastenden Erinnerungen und schaffen es aus Angst und Scham nicht, sich anderen Menschen gegenüber zu öffnen. Eine stärkende und sichere therapeutische Beziehung ist uns dementsprechend bereits ab dem Zeitpunkt des diagnostischen Erstgespräches besonders wichtig.  Einfühlsam und haltgebend widmen wir uns Ihren angstbehafteten Erinnerungen und damit der Ursache der Traumafolgestörung. Ebenso beachten wir von Anfang an die Bedeutung weiterer Symptome wie Depressionen, unklare Körperbeschwerden und Schlafstörungen, die mitunter auch alleine Traumafolgesymptome darstellen können.

Traumafokussierte Psychotherapie

In unserer Klinik setzen wir evidenzbasierte traumatherapeutische Methoden und Techniken ein, die den aktuellen Leitlinien entsprechen. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf der konkreten Verarbeitung des Traumas mit Hilfe traumafokussierter intensiver Psychotherapie

Hochfrequente Psychotherapie in Einzelgesprächen in der Blomenburg Privatklinik
© Michael Fertig

Phasen der Traumatherapie

  • Stabilisierung
  • Konfrontation
  • Integration

Stabilisierung

Die Traumatherapie wird üblicherweise in drei Phasen unterteilt, von denen die erste Phase die Stabilisierung des Betroffenen verfolgt. Durch gezielte Visualisierungsübungen sowie vermittelte Skills zur Emotionsregulation lernen Sie, mit Flashbacks, Ohnmachtsgefühlen und tiefer Angst anders umzugehen. Gemeinsam stärken wir Ihre ganz persönlichen Ressourcen. Die Stabilisierung kann kurzfristig erfolgen. Wir fokussieren uns insbesondere auf die zweite Phase der Traumatherapie.

Konfrontation

Während der Konfrontationsphase arbeiten wir gemeinsam das Trauma und die dazugehörigen emotionalen und körperlichen Symptome auf. Sie lernen zu realisieren, dass das Erlebte vorbei ist und keine akute Bedrohung mehr für Sie darstellt. Die Konfrontation nimmt für uns dabei meist den höchsten Stellenwert der phasenorientierten Traumatherapie ein. Selbst Erinnrungslücken mit traumatischen Material können so gemeinsam aufgearbeitet werden. Wir nutzen je nach Ausgangslage und Situation unter anderem Verfahren wie:

  • Prolongierte Exposition
  • Narrative Expositionstherapie (NET)
  • Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT).

Integration

Während der letzten Phase, der Integrationsphase, soll das Trauma als Teil der eigenen Vergangenheit verstanden werden. Das Erlebte wird somit in die eigene Biograpie integriert, ohne dass es das Hier und Jetzt beeinträchtigt. Wir können die traumatische Situation zwar nicht ungeschehen machen, doch unser Ziel ist es langfristig, Ihre Bewertung auf das Trauma zu verändern und Sie in ein unbeschwertes Leben zu begleiten.

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Adjuvante Therapieangebote

Bild: Patientin malt auf Leinwand in der Kunsttherapie der Blomenburg Privatklinik
© Katrin Schoening

Fachtherapien

  • Kunsttherapie
  • Körperwahrnehmung & Physiotherapie
  • Sport- und Bewegungstherapie
  • Entspannungsverfahren

Zusätzliche Kreativtherapien ermöglichen häufig den Zugang zu traumabehafteten Situationen und deren Bewältigung. Körperorientierte Verfahren verleihen Ihnen zusätzlich neue Stärke in der Auseinandersetzung mit Ihrem Trauma. Unsere Fachtherapien zielen auf die Stärkung Ihres Selbstvertrauens und der Selbstkontrolle ab.

Störungsspezifische Seminare

  • Training emotionaler Kompetenzen
  • Psychoedukation über Traumafolgestörungen
  • Achtsamkeit
  • Stressbewältigungsgruppe
  • Sport & Bewegung
  • Gesunde Ernährung

Bei Traumafolgestörungen wie einer PTBS unterstützen wir Sie mit einem breiten Kursangebot. In unserem Seminaren vermitteln wir Ihnen vor allen Dingen geeignete Bewältigungsstrategien, um mit belastenden Gefühlen, Gedanken und körperlichen Symptomen im Zuge der Traumafolgestörung konstruktiv umgehen zu können. Sie lernen die Symptome besser zu verstehen. Dadurch erlangen Sie wieder mehr Sicherheit, Selbstvertrauen und Zuversicht.

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Biologische Verfahren

Abgestimmte Psychopharmakotherapie

Insbesondere bei einer ausgeprägten posttraumatischen Belastungsstörung kann die individualisierte medikamentöse Therapie eine erste Entlastung für Betroffene schaffen und so den Weg für weitere Therapieverfahren ebnen. In akuten Fällen kann so eine Grundlage für die weitere erfolgreiche Psychotherapie geschaffen werden. Dabei verordnen wir Psychopharmaka leitliniengerecht ausschließlich bei absoluter Notwendigkeit und in gegenseitiger Abstimmung.

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Die Blomenburg bietet Ihnen in familiärer und persönlicher Atmosphäre genau das richtige Umfeld, um sich Ihrem Trauma und dessen Bewältigung gemeinsam zu stellen. Fernab von traumatischen Situationen und Erinnerungen finden Sie so Momente der Ruhe und Achtsamkeit in einem einzigartigen Ambiente. Die Ostseenahe grüne Lage unserer Klinik setzt neue Energie, mentale Stärke und neu gewonnene Selbstkontrolle frei.