Privatklinik für Psychokardiologie – Therapie in der Blomenburg
Privatklinik für Psychokardiologie
Herz und Psyche: Psychokardiologie

Wenn wir Angst verspüren oder eine Situation uns in Aufregung versetzt kann das Herz schon mal klopfen und der Puls sich beschleunigen. Herz und Psyche sind also nicht nur sprichwörtlich eng miteinander verbunden, sondern stehen in sensibler bidirektionaler Wechselwirkung. So können psychische Folge- oder Begleiterkrankungen im Rahmen von Herzerkrankungen wie bei einem Herzinfarkt auftreten, aber ebenso selbst die kardiovaskulären Leiden begünstigen.

Nicht selten kommt es demnach vor, dass Betroffene als Folge einer Herzerkrankung belastende psychische Störungen, wie Angststörungen oder Depressionen entwickeln. Als Privatklinik für Psychokardiologie betrachtet die Blomenburg Ihre Herzerkrankung und die psychischen Symptome im ganzheitlichen Sinne und richtet die Therapie individuell auf Ihr Beschwerdebild aus.

Zur Aufnahme
Therapie von Herz und Psyche in der Blomenburg: Privatklinik für Psychokardiologie
Symptome & Ursachen

Symptome

Die psychokardiologischen Symptome können wechselseitig auftreten, sich gegenseitig verstärken und somit einerseits körperlicher Natur sein, oder sich andererseits durch die Psyche äußern. Durch Herzerkrankungen und die damit häufig verbundenen operativen Eingriffe steigt das Risiko für Somatopsychische Symptome:

  • Verunsicherung & Gefühle der Abhängigkeit
  • Massives Überforderungsgefühl
  • Depressive Episoden / Depressionen
  • Pathologische Ängste
  • Sozialer Rückzug
  • Traumafolgestörungen

Bei ca. 40% aller Patienten mit kardialen Beschwerden findet sich ein typischer Konflikthintergrund. Pathologische Angst spielt hierbei eine große Rolle. Das Risiko für koronare Herzerkrankungen bei pathologischer Angst ist um 26% erhöht, das Mortalitätsrisiko sogar um 48%. Depressionen verändern beispielsweise die Werte von Herzfrequenz, Blutdruck, Gefäßwiderstand, Vasomotorik, Plasmavolumen und Blutviskosität. Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Herzschwäche oder Herzinfarkte können die Folge sein.

Ursachen

Der Zusammenhang von kardiologischen Erkrankungen und psychischen Symptomen ist durch eine Vielzahl von Studien längst bestätigt. Stress, Ängste, depressive Störungen und erlebte Traumatisierungen können einerseits den Verlauf von Herzerkrankungen negativ beeinflussen und auch zu ihrer Entstehung beitragen. Andererseits können kardiologische Erkrankungen psychische Störungen bedingen. In den ersten 24 Stunden nach einer schweren Belastung steigt das relative Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, um das 21-Fache.

Gesundheitsförderndes Verhalten, welches sich positiv auf das Herz auswirken würde, ist im Rahmen von Depressionen erschwert. Auch das sogenannte Broken-Heart-Syndrom (Takotsubo-Kardiomyopathie), welches als offiziell anerkannte Herzerkrankung durch emotionale Stressbelastung auftritt und den Symptomen eines Herzinfarkts ähnelt, belegt die Auswirkungen psychischer Belastungen auf unser Herz auf deutliche Weise.

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Psychokardiologisches Behandlungskonzept

So facettenreich das Zusammenspiel von Psyche und Herzerkrankungen ist, so individuell muss auch das Behandlungsregime der Psychokardiologie ausgerichtet sein. Wir bieten Ihnen daher ein interdisziplinäres ganzheitliches Behandlungsangebot mit kardiologischer und psychosomatischer Facharztkompetenz einschließlich einer 24-Stunden Rufbereitschaft. Im Rahmen regelmäßiger kardiologischer Sprechstunden können betroffene Patienten zu Experten ihrer Herzerkrankung werden.

 

Eine spezialisierte passgenaue Psychotherapie mit bis zu fünf Einzelsitzungen die Woche kann vor dem Hintergrund der Erarbeitung eines individuellen bio-psycho-sozialen Störungsmodells der persönlichen Situation des Betroffenen Rechnung tragen. Flankiert wird die medizinische und psychotherapeutische Therapie durch eine Vielzahl für Herzpatienten spezifisch ausgerichteter Spezialtherapien mit insgesamt bis zu 25 Therapieeinheiten pro Woche.

Innovative Diagnostik & nachhaltige Behandlung

Diagnostik

Unsere diagnostischen Prozesse während der anfänglichen Anamneseerhebung halten Ihren gesundheitlichen Zustand zu Beginn der Behandlung, sowohl internistisch als auch psychisch detailliert fest. Im Rahmen regelmäßiger kardiologischer Sprechstunden werden Betroffene zu Experten ihrer Herzerkrankung. Arztbriefe können dabei in Ruhe noch einmal gesichtet und erläutert werden. Psychologische Testinstrumente ermöglichen uns zudem eine Prä-Post Evaluation Ihres Fortschrittes.

Eine weitere Diagnostik wird im Bedarfsfall empfohlen:

  • Bioelektrische Impedanzanalyse
  • Spirometrie
  • EKG
  • Langzeit- und Belastungs-EKG
  • Langzeit RR
  • Herzecho
  • Herzkatheteruntersuchung

Psychotherapie

Die wöchentlichen psychosomatischen Sprechstunden und die psychotherapeutischen Einzelsitzungen mit Ihrem Bezugstherapeuten decken Ihre individuellen Belastungen, Probleme und Konflikte auf und stoßen neue Bewältigungsstrategien an. Eine 24-Stunden Kriseninterventions-Bereitschaft des Pflegepersonals bietet optimale Möglichkeiten zur Veränderung von hinderlichen Verhaltens-, Gefühls- und Denkmustern und Identifizierung psychodynamischer Konfliktsituationen anhand aktueller Krisen.

Der Wirkfaktor „Gruppe“ im Rahmen der Gruppensitzungen vermittelt Halt und das Gefühl, nicht mit dem Problem alleine zu sein. Erfahrungen können in psychotherapeutischen Gruppen ausgetauscht und neue Problemlösungsansätze erarbeitet werden. Gegenseitiger Trost vermittelt Unterstützung und Gefühle können besser zugelassen werden. Die Verarbeitung traumatischer Ereignisse ist dadurch leichter möglich.

Adjuvante Therapieangebote

Informationsvermittelnde Seminare

Eine für Herzpatienten spezifische psychoedukative Gruppe vermittelt neben relevanten Informationen über die verschiedenen Herzerkrankungen ebenso Möglichkeiten der Einflussnahme auf psychische Beschwerden und Aspekte der Gesundheitsfürsorge. Zu den weiteren Inhalten zählen:

  • Unterscheidungshilfe zwischen kardialen und psychischen Beschwerden
  • Austausch über individuelle Problemkonstellationen
  • Vermittlung von Fertigkeiten zum Umgang mit nicht veränderbaren Umständen sowie Perspektivenfindung

Fachtherapien

Übergeordnete spezialtherapeutische Angebote für alle Betroffenen der Psychokardiologie fördern den Austausch unter Mitpatientinnen und -patienten und schaffen eine Brücke zwischen kardialen und psychischen Symptomen.

  • Entspannungsverfahren (Yoga / PMR)
  • Ernährungsberatung
  • Musik- & Kunsttherapie
  • Ergo-, Physio- und Sporttherapie

Biologische Verfahren

Leitliniengerechte medikamentöse Therapie

Im Rahmen der Psychokardiologie optimieren wir mit der internistischen Überwachung bei Bedarf nicht nur Ihre medikamentöse (Langzeit-)Behandlung der Herzerkrankung, sondern leiten bei Notwendigkeit ebenso eine unterstützende leitliniengerechte Psychopharmakotherapie ein. Diese kann insbesondere in akuten Situationen bei ausgeprägter depressiver Symptomatik erste Erleichterung verschaffen.

Interdisziplinäre Kooperation

Wir arbeiten zudem in enger Kooperation mit einem Facharzt für Kardiologie, der 5h/Woche vor Ort in der Klinik ist und bei Bedarf weiterführende kardiologische Untersuchungen in der nahegelegenen Praxis in Lütjenburg durchführt. Herzkatheteruntersuchungen können kurzfristig in der Klinik für Innere Medizin in Neustadt durchgeführt werden.

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Die Umgebung mit Haptik, Farben und Licht spielt bei psychischen Erkrankungen wie bei einer Depression, Burnout, Schlafstörungen, Traumafolgestörungen, Angststörungen, Zwangsstörungen oder Tinnitus eine entscheidende Rolle. Die Blomenburg Privatklinik orientiert sich am Healing-Environment-Prinzip.
Ankommen & Wohlfühlen

Mit der Blomenburg Privatklinik für Psychokardiologie nahe der Ostsee finden Sie einen Rückzugsort fernab Ihres hektischen Alltags, der sich positiv auf die Wechselwirkung Ihrer kardialen und psychischen Beschwerden auswirkt; für den Einklang von Körper, Seele und Geist.

Zur Unterkunft
Vertrauensvoll für Sie da!

Interdisziplinäre Behandlung in unserer Klinik für Psychokardiologie

„Mit psychosomatischer und kardiologischer Facharztkompetenz in familiärer Atmosphäre und einem unkomplizierten Aufnahmeprozess, der Sie von Anfang an bei allen Ihren Anliegen unterstützt, möchten wir Ihnen gezielte und schnelle Hilfe bei psychokardiologischen Beschwerden anbieten. Wir freuen uns auf ein ärztliches Vorabgespräch mit Ihnen!"

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Kirstin Bernhardt
Leitende Oberärztin