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Postnatale Depression

Wenn die lang ersehnten Glücksgefühle nach der Geburt ausbleiben oder verschwinden und einem extremen Stimmungstief mit Erschöpfung, Verzweiflung und Antriebslosigkeit weichen, leiden Betroffene häufig an der Wochenbettdepression, auch postnatale Depression genannt.

Wochenbettdepression
© Unsplash: Benjamin Manley

Tritt in den ersten Tagen nach der Geburt ein Gefühl der Erschöpfung und eine erhöhte Emotionalität auf, ist das kein Grund zur Sorge. Der sogenannte "Baby Blues" trifft rund 50–80 % aller Frauen und geht meist mit häufigem Weinen, Müdigkeit und Ängsten einher. Überlicherweise halten die depressiven Symptome jedoch nur ein paar Tage an. Normalisieren sich die Gefühlslage und Beschwerden jedoch über einen längeren Zeitraum nicht, kann das auf eine postpartale Depression (PPD) hindeuten.

Unverständnis im Umfeld

Betroffene stoßen häufig auf Unmut, Unverständnis und Vorurteile im Bekannten- oder Freundeskreis. Gesellschaftlich ist es meist tief verankert, dass jede frischgebackene Mutter eines gesunden Kindes sich glücklich und dankbar schätzt. Entgegengesetzte Gedanken rufen bei Betroffenen deshalb häufig starke Schuldgefühle hervor, sodass sich die Mütter kaum trauen, offen über Ihre Gefühlslage zu sprechen. Dabei sind rund 10–15 % aller Mütter von der Wochenbettdepression betroffen. Die Sensibilisierung der Gesellschaft ist somit von großer Bedeutung, um Betroffene mental zu unterstützen und Schuldgefühlen vorzubeugen.

Symptome & Ursachen

Symptome

Macht sich die postnatale Depression anders bemerkbar?

Auch bei der Wochenbettdepression treten unter anderem tiefe Traurigkeit und Antriebslosigkeit in den Vordergrund. Die Symptomatik unterscheidet sich daher generell nicht von einer anderen depressiven Störung. Zusätzlich treten jedoch folgende Anzeichen bei einer postnatalen Depression auf:

  • Selbstzweifel und Vorwürfe gegenüber der eigenen Mutterrolle
  • Schuldgefühle
  • Emotionale Instabilität
  • Schwierigkeiten beim Stillen
  • Übermäßige Ängste
  • Geringe oder fehlende Gefühle für das eigene Kind
  • Zwiespältige Gefühle gegenüber der eigenen Familie
  • Eingeschränkte Libido
  • Suizid- und Infantizidgedanken

Die Wochenbettdepression muss nicht unmittelbar nach der Geburt auftreten. Auch innerhalb des ersten Jahres kann sie das Leben Betroffener langsam nach und nach auf den Kopf stellen. Sollten Sie die Anzeichen einer postpartalen Depression verspüren, sollten Sie sich klar machen, dass Sie in Ihrer Mutterrolle nicht versagt haben; Die postnatale Depression ist ein ernstzunehmendes Krankheitsbild, das jedoch gut behandelt werden kann.

Ursachen

Verschiedene Faktoren begünstigen die postnatale Depression!

Frauen, die bereits vor der Geburt depressive Episoden durchleben mussten, sind generell einem höheren Risiko ausgesetzt. Etwa 10–15% aller Mütter leiden nach der Geburt an einer postnatalen Depression. Doch auch andere Faktoren nehmen Einfluss auf die Entstehung:

  • Biologische und genetische Faktoren: Genetische Vererbungen und hormonelle Veränderungen
  • Soziale Faktoren: Instabiles soziales Umfeld, Gesellschaftlicher Druck gegenüber der Mutterrolle, Veränderte Partnerschaft
  • Psychologische Faktoren: Geburtstrauma, Körperliche Veränderungen, Selbstaufopferung und Besorgnis, Identitätskrise aufgrund der neuen Mutterrolle, Unverarbeitete negative Kindheitserinnerungen, Weitere psychische Erkrankungen
  • Persönliche Faktoren: Perfektionistische Charakterzüge, Hohes Kontrollbedürfnis

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Unterstützung durch Angehörige

Unterstützung durch Angehörige bei Wochenbettdepression
© Unsplash: Markus Spiske

Da Betroffene aus starken Schuld- und Schamgefühlen häufig den Schein des perfekten Mutterglücks wahren wollen, ist die Unterstützung durch Angehörige besonders wichtig. Sollten Sie die ersten Anzeichen einer postnatalen Depression erkennen, ist eine schnelle und einfühlsame Reaktion die beste Unterstützung. Je eher die ernstzunehmende Wochenbettdepression diagnostiziert wird, desto besser lassen sich Langzeitfolgen für Mutter und Kind vermeiden. Professionelle und kompetente Hilfe ist dabei unerlässlich.

Behandlung der postpartalen Depression

Postpartale Depression: Behandlung
© Unsplash: Jonathan Borba

So auswegslos die Situation für viele Betroffene auch scheint: Die Wochenbettdepression ist mit der richtigen Therapie und gezielter kompetenter Unterstützung gut behandelbar. In der Blomenburg entwickeln wir einen Behandlungsplan, der an Ihre aktuelle Lebenssituation anknüpft. Wir sensiblisieren Sie für die Erkrankung und erarbeiten in Einzel- sowie Gruppenpsychotherapie gemeinsam geeignete Strategien und Maßnahmen zur Bewältigung der Wochenbettdepression. Eine individuell abgestimmte Pharmakotherapie kann den Therapieerfolg unterstützen.

Nachhaltige und persönliche Behandlung

Wir rücken neben der gezielten Behandlung der postnatalen Depression ebenso die individuelle Mutter-Kind-Beziehung in den Vordergrund, um das Selbstvertrauen der Mutter und die gegenseitige Bindung zu stärken. Weitere mögliche Konflikte im persönlichen oder familiären Umfeld können wir dabei ebenso berücksichtigen, um eine ganzheitliche Entlastung Ihrer Situation zu erzielen. Dabei steht eins für uns im Mittelpunkt: Ein neuer Lebensabschnitt voller Glück für Sie und Ihre Familie.