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Ernährung bei Depression

Ernährung und Psyche hängen unweigerlich zusammen. Ausgewogene Mahlzeiten und wichtige Nährstoffe verändern nicht nur unser Wohlbefinden, sondern können auch Einfluss auf eine Depression nehmen.

Zusammenhang zwischen Ernährung und Depression

Bild: Gesunde Ernährung an der Blomenburg Privatklinik
© Blomenburg

Dass unser Gemütszustand und unser allgemeines Wohlbefinden stark von einer ausgewogenen Ernährung abhängt, ist schon lange bekannt. Doch verschiedene wissenschaftliche Ansätze beschäftigen sich darüber hinaus mit der Wirkung der Nahrung auf unser seelisches Gleichgewicht.

Einigen Lebensmitteln und bestimmten Nährstoffen wird so ein nachweislicher Einfluss auf eine Depression sowie anderen psychischen Erkrankungen zugeschrieben.

Fakten und Forschungshintergründe:

  • Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren, kurz Nährstoffe, beeinflussen die Botenstoffe in unserem Gehirn und damit unsere generelle Stimmung.
  • Der Darm und die darin enthaltenen Bakterien nehmen ebenso Einfluss auf unsere Psyche. Die Diagnostik des Darm-Mikrobioms wird immer weiter erforscht.
  • Bei der falschen Ernährung kann es häufiger zu Infektionen und entzündlichen Prozessen im Körper kommen, die widerrum Einfluss auf die Psyche nehmen. Eine ausgewogene Ernährung stärkt unser Immunsystem und so auch unsere seelische Verfassung.

Chemisches Ungleichgewicht im Gehirn

Ernährung bei Depression - Botenstoffe im Gehirn im Ungleichgewicht
© Unsplash: Ümit Bulut

Durch Appetitlosigkeit, Mangelernährung oder einer zu einseitigen Ernährung kann das Gleichgewicht im Gehirn durcheinander geraten. Die Neurotransmitter können so die Impulse nicht mehr ausreichend verarbeiten und weiterleiten. Fehlende Botenstoffe wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin führen zu einem Ungleichgewicht der chemischen Balance und begünstigen dadurch psychische Erkrankungen wie eine Depression. Ein Mangel der oben genannten Botenstoffe und damit essenzieller Glückshormone macht sich beispielsweise in folgenden Symptomen bemerkbar:

  • Schlafstörungen
  • Gereiztheit
  • Apathisches Verhalten & Depressive Verstimmung
  • Antriebslosigkeit & Schlappheit
  • Fehlendes Empfinden von Glück & Freude

Depression – gesunde Ernährung

Vitamine

Vitamine - wichtige Nährstoffe bei einer Depression
© Unsplash: Iñigo De la Maza

Um das Gleichgewicht im Gehirn zu erhalten, sind vor allen Dingen die Vitamine B1, B6 und B12 in unseren Lebensmitteln wichtig. Auch Vitamin D, welches beispielsweise bei Kontakt mit der Sonne produziert wird, steht in engem Zusammenhang mit der Entstehung einer Depression. Folsäure (häufig auch: Folat – Vitamin B9) unterstützt weiterhin die Kommunikation im Gehirn.

Welche Lebensmittel unterstützen die Aufnahme der Nährstoffe?

  • Vitamin B1: Hülsenfrüchte, Spargel, Weizenvollkornbrot
  • Vitamin B6: Bananen, Bohnen, Spinat, Avocado, Grünkohl
  • Vitamin B9 / Folsäure: Weizen, Linsen, Spargel, Erbsen
  • Vitamin B12: Tierische Produkte wie Fleisch, Eier & Fisch
  • Vitamin D: Fisch, Pilze, Milch, Eier, Haferflocken

Mineralstoffe & Spurenelemente

Mineralstoffe wie beispielsweise Magensium, Zink, Kupfer und Selen haben einen erheblichen Einfluss auf unseren Körper und damit auch auf unsere Psyche. Eine ausgewogene Zufuhr verschiedener Mineralien wirkt entzündungshemmend auf unsere körpereigenen Prozesse. Doch welche Lebensmittel enthalten die essenziellen Mineralstoffe? Setzen Sie besonders auf folgende Nahrungsmittel, um die Zufuhr zu unterstützen:

  • Spinat
  • Kartoffeln
  • Bananen & Äpfel
  • Linsen
  • Haferflocken
  • Karotten
  • Mandeln, Ernüsse, Paranüsse
  • Tierische Produkte wie Käse, Eier, Fisch & Austern

Fettsäuren & Aminosäuren

Fettsäure und Aminosäuren gegen die Depression
© Unsplash: Monika Grabkowska

Wichtige Omega-3-Fettsäuren und Aminosäuren wie Tryptophan und Tyrosin kurbeln einen gesunden Stoffwechsel und  Zellwachstum an und haben somit einen enormen Einfluss auf unseren Gemütszustand. Das Risiko einer psychischen Erkrankung reduziert sich durch einen ausgewogenen Nährstoffhaushalt.

Ergänzen Sie Ihre Ernährung daher um folgende Lebensmittel:

  • Leinöl
  • Leinsamen, Weizenkeime, Sojabohnen
  • Tierische Produkte wie Fisch, Eier und Käse
  • Walnüsse, Mandeln, Cashewkerne oder Erdnüsse

 

Ausgewogene Ernährung gegen die Depression

Frische und ausgewogene Ernährung bei Depression
© Unsplash: Brooke Lark

Die üblichen bekannten Faustregeln gelten also ebenso bei der Vorbeugung und Bekämpfung von psychischen Krankheiten wie einer Depression. Eine ausgewogene Ernährung, die auf frische und unverarbeitete Lebensmittel mit vielen Nährstoffen setzt, kann die Psyche und unser Wohlbefinden enorm beeinflussen. Greifen Sie statt zu Fastfood, Süßigkeiten und Tiefkühlessen also öfter mal zu Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten und achten Sie auf gesunde Fette, Vitamine und Mineralstoffe.

Ernährung nicht als Heilung sondern als Basis

Auch wenn die gesunde Ernährung einen erheblichen Einfluss auf die Stimmung haben kann, so ersetzt eine gesunde Ernährungsumstellung nicht die professionelle Therapie bei einer schweren Depression. Sie ist vielmehr als Unterstützung und Baustein in Kombination mit verschiedenen Therapieelementen gedacht, um den Therapieerfolg zu bestärken. Die Ernährung bildet damit unter anderem eine wichtige Basis in der Behandlung. Sollten Sie die Symptome einer Depression verspüren, sollten Sie jedoch nicht zögern, kompetente Unterstützung zurate zu ziehen.

Bewusste Lebensführung

Bild: Zubereitung von gesundem Essen an der Blomenburg Privatklinik
© Blomenburg

In der Blomenburg stehen wir Ihnen bei einer Depression ganz persönlich zur Seite und verhelfen Ihnen zu neuer inneren Stärke. In unserer Ernährungsberatung und einer gemeinsamen Kochgruppe vermitteln wir Ihnen dabei eine gesunde Ernährungsweise und eine bewusste Lebensführung, die Ihr seelisches Gleichwicht zukünftig unterstützten.

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