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Burnout: Symptome & Phasen

Bei einem Burnout ist es insbesondere wichtig, früh genug auf seine inneren Signale zu hören und dabei achtsam mit sich und den eigenen Gefühlen umzugehen. Welche eindeutigen Warnsignale und Anzeichen auf den drohenden Burnout hindeuten und welche Phasen man durchlaufen kann, erfahren Sie hier.

Anzeichen: So erkennen Sie ein Burnout-Syndrom

Burnout Anzeichen

Auch wenn es eine Vielzahl an möglichen Symptomen für den Burnout gibt, ist die Diagnose nicht immer sofort eindeutig. Einige Anzeichen ähneln denen anderer Indikationen wie beispielsweise der Depression, weshalb das persönliche Gespräch unerlässlich ist. Eine Tendenz kann Ihnen unsere Übersicht liefern; Sollten Sie jedoch die Anzeichen eines Burnouts wahrnehmen, können wir Sie in einem unverbindlichen Gespräch in unserer Privatklinik kompetent beraten.

Burnout Symptome

Psychische Symptome

Welche psychischen Symptome kennzeichnen das Burnout-Syndrom?

Da ein Burnout sich über Monate oder sogar Jahre verfestigen kann, können auch die psychischen Symptome zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten auftreten. Auch äußern sich nicht alle der genannten Symptome bei jedem Betroffenen gleichermaßen. Zentral ist vor allen Dingen das Gefühl des "Ausgebranntseins", welches sich auch nach längeren Ruhephasen nicht verbessert.

Zu den weiteren psychischen Symptomen zählen bei über 100 Anzeichen unter anderem:

  • Tiefes Erschöpfunggefühl & Ausgebranntsein
  • Antriebslosigkeit
  • Tiefe Traurigkeitkeit
  • Müdigkeit & Energielosigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Geringere Leistungsfähigkeit
  • Entscheidungsschwierigkeiten
  • Emotionalität: Häufiges Weinen, Gereiztheit
  • Resignation & Gleichgültigkeit
  • Schwindende Belastbarkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • Selbstzweifel
  • Unruhe

Somatische Beschwerden

Körperliche Symptome können ebenfalls auftreten:

Im Rahmen des Burnout-Syndroms leiden Betroffene häufig auch unter somatischen Beschwerden, die mit einer rein ärztlichen Untersuchung bei der Ursachenforschung häufig auf Grenzen stoßen:

  • Migräne & Kopfschmerzen
  • Verspannungen im Nacken & Rücken
  • Magen- & Darmbeschwerden / Magenschmerzen
  • Übelkeit & Appetitlosigkeit
  • Schlafprobleme
  • Häufige Infekte
  • Tinnitus
  • Herzrasen & vermehrtes Schwitzen
  • Einschränkungen der Libido
  • Atemnot / Kurzatmigkeit
  • Schwindel

Der Leidensdruck Betroffener erhöht sich mit den körperlichen Symptomen zunehmend. Bringt die ärztliche Untersuchung keine Linderung der Symptomatik, beschwert dies den Alltag und die Lebensqualität zunehmend. Wichtig ist es daher, sowohl auf die psychischen, als auch die psychosomatischen Anzeichen zu achten und das Ineinandergreifen der verschiedenen Faktoren zu begreifen. Verschweigen Sie Ihre emotionalen Symptome nicht, sondern vertrauen Sie jemandem Ihre seelischen Beschwerden an!

Auf erste Warnsignale achten

Burnout - Symptome und frühe Warnsignale
© Unsplash: Jeremy Perkins

Wer die ersten Warnsignale seiner Psyche und seines Körpers wahrnimmt und beachtet kann das Burnout-Syndrom schon im frühen Stadium gut behandeln und einem verfestigten Burnout oder sogar einer Depression vorbeugen. Der offene Umgang mit Ihren Beschwerden und das eigene Bewusstsein dafür ist besonders im ersten Schritt für eine erfolgreiche und nachhaltige Therapie essenziell. Je früher Sie sich Ihrer Situation bewusst werden, desto eher schützen Sie sich und Ihre körperliche sowie mentale Gesundheit.

Warnsignale: Burnout

Emotionale Anzeichen

Emotionale Symptome können ein Hinweis auf den Burnout sein:

Auch wenn es schwierig ist, sollten Sie sich die ersten Anzeichen des Burnouts eingestehen und die Warnsignale ernst nehmen, um die bestmögliche Unterstützung in Anspruch nehmen zu können. Achten Sie dabei besonders auf folgende emotionale Warnsignale:

  • Übermäßiges Verantwortungsgefühl & -bewusstsein
  • Gefühl der Unersetzbarkeit
  • Versagensängste
  • Nervosität & Unruhe
  • Gefühl von Zeitdruck
  • Pessimismus & Misstrauen
  • Zunehmende Emotionalität: Stimmungsschwankungen
  • Schwindende Empathie
  • Schuldgefühle
  • Erschöpfung & Angst
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Entscheidungsprobleme
  • Gefühl fehlender Wertschätzung
  • Tagträumerei
  • Unzufriedenheit & Selbstzweifel

Externe Anzeichen

Auch externe Anzeichen im Verhalten der Betroffenen können auf einen Burnout hindeuten:

  • Übermäßiges berufliches Engagement
  • Freiwillige Überstunden
  • Flüchtigkeitsfehler
  • Erhöhte Unfallgefahr im Alltag
  • Ohnmachtsgefühl bei komplexen Aufgaben
  • Unfreundlichkeit oder Passivität
  • Konflikte im Berufsleben
  • Probleme mit dem Partner, der Famillie oder Freunden
  • Sozialer Rückzug
  • Erhöhter Alkohol- oder Tablettenkonsum
  • Gewichtszu- oder -abnahme

Abgrenzung Depression und Burnout

Häufig werden das Burnout-Syndrom und die Depression in einem Atemzug genannt. Fakt ist, dass einige Symptome sich zwar sehr stark ähneln, der Kontext jedoch ein anderer ist und man beide Indikationen deshalb voneinander abgrenzen sollte. Während dem Burnout meist eine bestimmte Ursache im beruflichen Umfeld vorausgeht, kann die Depression sich auf alle Bereiche des Lebens beziehen und zusätzlich ím Verlauf des Burnout-Syndroms auftreten. Die Diagnose der Depression kann daher "Kontextfrei" erfolgen und die Depression selbst einerseits urplötzlich, aber ebenso langsam auftreten. Der Burnout hingegen entwickelt sich mit einem initialen Auslöser meist schleichend.

Phasen des Burnout-Syndroms

Burnout Phasen
© Blomenburg

Das Burnout-Syndrom kann sich über einen längeren Zeitraum hinweg prozessartig verfestigen und sich so nach und nach bemerkbar machen. So individuell die Symptomatik des Betroffenen ist, so unterschiedlich kann jedoch auch die phasenweise Entwicklung des Burnouts sein. Nicht jeder durchläuft die folgenden beschriebenen Phasen und die damit verbundenen Symptome gleichermaßen. Vielmehr soll der beschriebene Prozess ein besseres Verständnis für die Entwicklung des Burnout-Syndroms schaffen und sensibilisieren.

Entwicklung des Burnout-Syndroms:

Phase 1: Übermäßiges Engagement

Ein übermäßiges Engagement im beruflichen oder privaten Kontext, verbunden mit hohem Leistungsdruck und dem Gefühl der Unentbehrlichkeit kann ein erstes Warnzeichen sein. Betroffene nehmen ihre eigenen Bedürfnisse kaum wahr und leisten unentwegt freiwillige Mehrarbeit, trotz drohendem Energiemangel und aufkommender Erschöpfung.

Phase 2: Reduzierte Motivation

Die ursprüngliche hohe Motivation für die berufliche oder private Aufgabe schwindet und weicht einem sinkendem Einsatz, die mit Selbstzweifeln und negativen Gefühlen und Emotionen wie Wut oder Aggressionen einhergeht. Der Betroffene muss mehr Energie in seine Aufgaben stecken, um den Herausforderungen gerecht zu werden. Häufig treten an dieser Stelle die Schuldzuweisungen in den Vordergrund, die sich selbst oder dem Umfeld gelten. 

Phase 3: Leistungsabfall

Konzentrations- und Gedächtnisprobleme machen sich in Flüchtigkeitsfehlern und einem generellen Leistungsabfall bemerkbar. Betroffene sind in dieser Phase zunehmend gereizt, unflexibel oder gar gleichgültig. Der Freizeitausgleich durch die eigenen Interessen und Hobbys ebbt zunehmend ab, was sich in eigener sozialer Isolation bemerkbar macht.

Phase 4: Somatische Beschwerden

Der Betroffene gelangt nun zunehmend an die eigenen Grenzen, was sich unter anderem in körperlichen Reaktionen wie Migräne, Schlafstörungen und Verspannungen äußert. Eine tiefe Hoffnungslosig- und Sinnlosigkeit gepaart mit völliger Verzweiflung kann am Ende der Phase in eine Depression münden. Kompetente und professionelle Hilfe sollte dringend zurate gezogen werden!

Wir beraten Sie umfassend!

Bei aufkommenden Symptomen eines Burnout-Syndroms beraten wir Sie in unserer akuten Privatklinik gerne persönlich und umfassend zu unserem Therapiekonzept bei Burnout.