Blomenburg Private Tagesklinik & Ambulanz Frankfurt am Main

VR-Therapie

Moderne Psychotherapie in virtueller Realität

VR-Therapie

Expositionstherapie mal anders

Die VR-Therapie (Virtual Reality Therapie) ist ein innovatives Verfahren in der modernen Psychotherapie. Sie ermöglicht es, bewährte therapeutische Methoden in einer realitätsnahen, virtuellen Umgebung anzuwenden.

Dabei werden insbesondere verhaltenstherapeutische Ansätze genutzt, um Patient:innen schrittweise an belastende Situationen heranzuführen – sicher, kontrolliert und individuell steuerbar.

Die virtuelle Realität wirkt dabei so überzeugend, dass viele Patient:innen bereits nach kurzer Zeit das Gefühl haben, sich tatsächlich in der dargestellten Situation zu befinden:

Die VR-Therapie ist im Grunde eine neue Umsetzung bereits etablierter Therapieverfahren – nur in einer kontrollierten, virtuellen Umgebung.

Erick GoldenthalChefarzt, Blomenburg Frankfurt

Wie funktioniert VR-Therapie?

Patient:innen tragen eine spezielle VR-Brille (Headset), die eine dreidimensionale, interaktive Umgebung erzeugt. Ergänzt wird diese durch Kopfhörer und Controller, sodass visuelle und akustische Reize realitätsnah erlebt werden.

Man setzt das Headset auf und hat sofort das Gefühl, in einer ganz anderen Umgebung zu sein.

Erick GoldenthalChefarzt, Blomenburg Frankfurt

Therapeut:innen können die Umgebung gezielt steuern und anpassen:

  • Schwierigkeit und Intensität der Situation
  • Verhalten virtueller Personen
  • soziale Dynamiken und Reaktionen

So entsteht eine kontrollierte und gleichzeitig realitätsnahe Therapiesituation.

Einsatzbereiche der VR-Therapie

VR-Therapie wird insbesondere bei psychischen Erkrankungen eingesetzt, bei denen das gezielte Erleben und Bewältigen von Situationen eine zentrale Rolle spielt.

Gerade im Bereich der Angststörungen liegen sehr gute Daten vor – insbesondere Patient:innen mit sozialer Phobie oder Agoraphobie profitieren stark.

Erick GoldenthalChefarzt, Blomenburg Frankfurt

Angststörungen & Phobien

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von:

  • sozialer Phobie
  • Agoraphobie
  • Panikstörungen
  • spezifischen Phobien (z. B. Höhenangst)

Zwangsstörungen

Auch bei Zwangserkrankungen kann VR unterstützend eingesetzt werden, z. B. bei:

  • Kontaminationsängsten
  • Waschzwang

Virtuelle Szenarien ermöglichen es dabei, belastende Situationen realitätsnah zu erleben.

Weitere Anwendungsbereiche

  • soziale Unsicherheiten
  • Stress- und Belastungssituationen
  • ergänzend bei Depressionen (z. B. durch Vermeidungsmuster)

Beispiele aus der Praxis

Die VR-Therapie bietet vielfältige Szenarien, die individuell angepasst werden können:

  • Gespräche in sozialen Situationen (z. B. Ticketkauf, Bibliothek)
  • Vorträge vor virtuellem Publikum
  • Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Aufenthalt in Menschenmengen
  • Aufzugfahrten oder enge Räume
  • Höhenexposition (z. B. auf Türmen)

Man kann die Situationen von leicht bis sehr herausfordernd gestalten – und Patient:innen schrittweise heranführen.

Erick GoldenthalChefarzt, Blomenburg Frankfurt

Vorteile der VR-Therapie

Patient:innen können sich belastenden Situationen stellen, ohne realen Risiken ausgesetzt zu sein.

Die Intensität wird individuell gesteuert und schrittweise gesteigert.

Durch moderne Technik entsteht ein starkes Präsenzgefühl. Patient:innen vergessen oft nach Sekunden, dass es sich um eine virtuelle Umgebung handelt.

 

Viele Situationen lassen sich schneller und einfacher simulieren als im realen Leben: „Eine U-Bahn-Situation real zu üben würde Stunden dauern – in der VR ist sie sofort verfügbar.“ (Erick Goldenthal, Chefarzt Frankfurt)

 

Das Vorgehen ist vergleichbar mit klassischen Expositionsübungen – nur in einer virtuellen Umgebung.

Erick GoldenthalChefarzt, Blomenburg Frankfurt

Ablauf einer VR-Therapie

Zu Beginn der VR-Therapie findet ein ausführliches therapeutisches Gespräch statt, in dem die individuellen Beschwerden, Ängste und Ziele der Patientin oder des Patienten genau erfasst werden. Gemeinsam wird eine sogenannte Angsthierarchie erstellt, also eine Abstufung von Situationen, die unterschiedlich stark Angst auslösen. So kann die Therapie schrittweise und gezielt aufgebaut werden.

Im Anschluss erfolgt eine Einführung in die verwendete Technik. Die Patient:innen erhalten eine verständliche Erklärung zur VR-Brille und zur Funktionsweise der virtuellen Umgebung. Dabei wird auch offen über mögliche körperliche oder emotionale Reaktionen gesprochen, wie etwa leichte Übelkeit oder Unsicherheitsgefühle, damit diese während der Behandlung besser eingeordnet werden können.

Im nächsten Schritt beginnt die eigentliche VR-Exposition. Die Patientin oder der Patient begibt sich mithilfe der VR-Brille in eine computergenerierte Umgebung, die gezielt auf die jeweilige Angststörung abgestimmt ist. Die Sitzungen dauern in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten.

Während der Exposition wird die Intensität der angstauslösenden Situationen behutsam gesteigert. Die Therapeutin oder der Therapeut begleitet diesen Prozess kontinuierlich und achtet darauf, dass die Belastung kontrollierbar bleibt. Ziel ist es, sich schrittweise an die angstauslösenden Reize zu gewöhnen und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Nach der VR-Exposition folgt eine ausführliche gemeinsame Reflexion der gemachten Erfahrungen. Dabei wird besprochen, wie die Situation erlebt wurde, welche Gedanken und Gefühle aufgetreten sind und welche Strategien im Umgang mit der Angst hilfreich waren.

Diese Phase dient dazu, das Erlebte besser zu verarbeiten und therapeutisch einzuordnen. Außerdem wird gemeinsam herausgearbeitet, welche Fortschritte bereits sichtbar sind und welche Schritte als nächstes sinnvoll erscheinen.

 

Abschließend wird das in der VR-Therapie Erlernte auf den Alltag übertragen. Die Patient:innen sollen die in der virtuellen Umgebung erprobten Bewältigungsstrategien zunehmend in realen Situationen anwenden können.

Ziel ist es, die Angstreaktionen langfristig zu reduzieren und mehr Sicherheit im Umgang mit belastenden Situationen zu gewinnen. So wird die VR-Therapie zu einem Baustein, der die nachhaltige Veränderung im Alltag unterstützt.

 

Therapie neu gedacht

Die VR-Therapie verbindet moderne Technologie mit bewährten psychotherapeutischen Methoden. Sie schafft neue Möglichkeiten, um:

  • Ängste gezielt zu bearbeiten
  • Vermeidungsverhalten zu durchbrechen
  • Sicherheit im Umgang mit belastenden Situationen zu entwickeln

Virtual Reality ermöglicht es, therapeutische Situationen realitätsnah, kontrolliert und flexibel zu gestalten – und damit neue Wege in der Behandlung zu eröffnen.

Erick GoldenthalChefarzt, Blomenburg Frankfurt

VR-Therapie von neomento

Zur Verwirklichung der VR-Therapie nutzt die Blomenburg die Software von neomento. Entstanden ist das Projekt neomento 2017 in Berlin und Magdeburg am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen und war bis 2021 auch an der Charité in Berlin ansässig. Durch die enge Verzahnung von Forschung, Entwicklung und Therapeutenteams ist die VR-Therapie von neomento stetig dabei, sich weiterzuentwickeln und neue Möglichkeiten zu für die VR-Therapie zu kreieren.

neomento

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