
Kunsttherapie
In der Kunsttherapie geht es nicht darum “schön” zu malen, es geht vielmehr um die Entstehungsprozesse und das bildnerische Gestalten der Bilder oder Plastiken.

Der eigenen Körper und die Körperwahrnehmung spielen eine entscheidende Rolle im gesamten Genesungsprozess. Die Sporttherapie der Blomenburg besteht aus einer Kombination von Gruppen- und Einzeltherapien. Kräftigung, Dehnung und Mobilisation Ihres Körpers kann den Zugang zu Körpererfahrungen und tiefen Emotionen ermöglichen, die Koordination und die Konzentrationsfähigkeit schulen und damit Ihr allgemeines Wohlbefinden verbessern. Die Sporttherapie ist eng mit der Physiotherapie und oder Massagen verzahnt, um Sie individuell und bestmöglich zu unterstützen.
In einem ersten Einführungsgespräch stellen wir Ihnen unser Konzept und die Möglichkeiten der Bewegungstherapien vor, um die Sporttherapie direkt auf Sie abzustimmen.
Unser Ziel ist es, Sie genau dort abzuholen, wo Sie stehen, ohne zu überfordern. Es geht nicht darum, neue Höchstleistungen zu vollbringen, sondern wichtige Ressourcen im Erhalten und Aufbauen der „Gesundheit“ (wieder-) zu entdecken und zu stärken. Mit Aktivität, Bewegung und Sport haben wir ein „einfaches“ Mittel zur Hand, um Effekte auf verschiedenen Ebenen, sowohl sozial, psychisch und körperlich, zu erzielen.
Unsere Sportwissenschaftler:innen stellen bei Bedarf und auf Wunsch einen individuellen Trainingsplan, angepasst auf Ihre Wünsche und Ziele zusammen. Mithilfe von verschiedenen Techniken bestimmen wir Ihren aktuellen Trainingszustand. So kann der Trainingsplan durch den Austausch in unserem Expertenteam auf Ihre gesamten Therapieziele angepasst. Gerne digitalisieren wir Ihren persönlichen Plan, damit Sie das hier begonnene Training auch im häuslichen Umfeld weiterführen können.

Ein wichtiger Bestandteil unserer Sport- und Bewegungstherapie ist die Dehnung, Kräftigung und Mobilisation unseres gesamten Körpers.
Aus einseitigen Belastungen im (Arbeits-) Alltag oder beim Sport resultieren häufig Dysbalancen des muskuloskelettalen Systems. Durch diese Dysbalancen kommt es zu Fehlhaltungen und/oder Fehlbelastungen und letztlich zu Einschränkungen des Bewegungsapparats. Dies wiederum kann zu chronischen Schmerzen führen. Daher ist ein regelmäßiges Training sinnvoll, welches gleichermaßen die Beweglichkeit, Kraft und Koordination schult. Dysbalancen werden so ausgeglichen und verringert und die Haltung wird verbessert, da die ökonomische Arbeit des Musku-Skelleteralen System gefördert wird. All dies führt zu einer Steigerung des Wohlbefindens.
Fitnesstraining ist der Sammelbegriff für gezieltes bzw. funktionsorientiertes Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining. Unter der Berücksichtigung gesundheitlicher Gegebenheiten, sowie individueller Faktoren (Alter, Körpergewicht, Leistungsfähigkeit, Erkrankungen) kann je nach persönlicher Zielsetzung und Indikation ein individuelles Trainingsprogramm erstellt und durchgeführt werden.
Gerne erstellen wir mit Ihnen einen individuellen, digitalen Trainingsplan, damit Sie die hier begonnenen Aktivitäten auch im häuslichen Umfeld weiter durchführen können, um von den positiven Auswirkungen regelmäßiger körperlichen Übungen und Bewegung bestmöglich profitieren zu können.
Die Seminare und die Gesundheitsvorträge sollen Sie für die Themengebiete Aktivität, Bewegung und Gesundheit sensibilisieren. Praxisorientiert und niederschwellig werden die Grundlagen verschiedener Themen vermittelt und erfahrbar gemacht.
Unabhängig von der Therapie steht Ihnen unser Fitnessstudio zur freien Verfügung. Dort finden Sie Geräte für Ausdauer- und Krafttraining.
Unser Schwimmbad steht Ihnen außerhalb der Therapiesitzungen zur freien Verfügung. Gerne können Sie sich am an angegliederten Saunabereich entspannen.
Beim intuitiven Bogenschießen geht es nicht um das einfache Schießen mit Pfeil und Bogen – es geht um das direkte Erleben und Erfahren. Das Bogenschießen ist eine Methode zur Emotionsregulation und dem Durchbrechen von Gedankenschleifen. Die Fokussierung während des ruhigen und langsamen Bewegungsablaufs steht im Vordergrund: Konzentration, Anspannung und Loslassen bei einem gleichzeitig komplexen Bewegungsablauf. (Nur in den Sommermonaten)
Der therapeutische Stockkampf fordert Sie heraus, den Schlag mit dem Stock besonders klar und zielgerichtet auszuführen. Am Anfang steht somit bereits die Visualisierung des Ziels. Besonders die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt wird stark gefördert und eine Wachheit und Gegenwärtigkeit des Geistes sind unabdingbar – mit dem Stock, dem Gegenüber und sich selbst. Dank der Begrenzung durch den Partner und durch die eigene Kontrolle können Sie hier an Ihren eigenen Grenzen arbeiten.
Sich durchboxen – positive Ziele setzen. Das therapeutische Boxen ist nicht als Fitness-Boxen oder Boxtraining zu verstehen. Es geht darum, mit eigenen Emotionen, Gefühlen und Verhalten in Kontakt zu treten. Dies erfordert Aufmerksamkeit und Reflexion, der Fokus wird das Hier und Jetzt gesetzt. Durch zielgerichtete Übungen kann die Affekt- und Gefühlswahrnehmung sowie die emotionale Steuerung verbessert werden. Das Resultat: Endlich können Sie innere Anspannungszustände abbauen.
Die Spiroergometrie ist eine Methode zur objektiven Erfassung der körperlichen Leistungsfähigkeit unter Belastung, mittels standardisierter Marker der Lungenfunktion und des Herz-Kreislauf-Systems durch einen Stufentest auf einem (Rad-)Ergometer.
Die gesamte Messung wird therapeutisch begleitet, sodass auch auf mögliche Ängste („was fürchten Sie bei der Belastung?“, Atemnotgefühl, Schwindel) eingegangen werden kann. Es können achtsamkeitsbasierte Anleitungen zur Wahrnehmung von Atmung, Herzfrequenz und körperlicher Anspannung gegeben werden und diese können therapeutisch eingeordnet werden. So können Fehleinschätzungen („Ich dachte meine Herzfrequenz wäre gefährlich hoch!“) identifiziert und Ängste abgebaut werden, die womöglich sonst zu einer Vermeidung von Bewegung und Aktivität führen würden.
Die Spiroergometrie kann somit als eine Art „Differenzialdiagnostik“ zwischen körperlichen und psychisch bedingten Belastungsempfinden genutzt werden und durch objektive Ergebnisse zur Reduktion von körperbezogenen Ängsten beitragen. Es kann wieder Vertrauen in den eigenen Körper und ein realistisches (Körper-)Selbstbild aufgebaut werden, unterstützt durch die Planung weiterer individueller Bewegungs- und Stressregulationsprogramme im weiteren Therapieverlauf.








In einem gemeinsamen Projekt mit dem Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln, unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Kleinert, entwickeln wir ein Konzept zur nachhaltigen Veränderung der Sport- und Bewegungsaktivität unserer Patient:innen während und nach dem Klinikaufenthalt. Bewegungstherapeutische Maßnahmen führen in der Therapie von psychischen Erkrankungen langfristig zu nachweislichen Verbesserungen der mentalen Gesundheit, weshalb wir diesen Grundpfeiler unseres Therapiekonzeptes noch gezielter in den Fokus rücken.
Die Kooperation zwischen der DSHS Köln und der Blomenburg hat das Ziel, ein individuelles sowie nachhaltiges Sportkonzept zu entwickeln, welches nicht nur während des Klinikaufenthaltes, sondern ebenso poststationär greift. Das Projekt beinhaltet dabei unter anderem die Entwicklung eines diagnostischen Konzepts, sowie die Evaluation poststationärer Maßnahmen durch die Sporthochschule Köln.
Neben der konkreten Entwicklung motivationaler Module, soll zunächst ein diagnostisches schematisiertes Konzept im Rahmen des Sportprogrammes entstehen. Dabei steht zusätzlich der Schulungsgedanke im Vordergrund. Perspektivisch soll das Nachhaltigkeitskonzept Patienten auch nach ihrem Aufenthalt bei uns zu Bewegung im Alltag motivieren.
Bereits jetzt nimmt die Sporttherapie einen großen Stellenwert in unserem Therapiekonzept ein und bietet unseren Patient:innen vielfältige und dennoch gezielte Möglichkeiten, Körper und Geist gleichermaßen zu aktivieren. Das Projekt mit der Deutschen Sporthochschule Köln intensiviert unser Sportkonzept langfristig mit wissenschaftlich qualitativem Hintergrund und einem zusätzlichen Nachhaltigkeitskonzept.