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Angststörungen: Formen & Symptome

Die Symptome einer Angststörung beeinflussen einen erheblichen Teil unseres Lebens! Insbesondere der Drang, bestimmte Situationen zu vermeiden, kann Betroffene in Ihrer Lebensqualität massiv einschränken.

Wie fühlt sich eine Angststörung an?

Bild: Mann steht am Fenster und genießt das Licht in entspannter Atmosphäre
© GettyImages-882155992

Das Herz kopft wie wild, die Knie werden weich, völlige Hilflosigkeit und Todesängste machen sich breit – in bedrohlichen Situationen verfällt der Körper automatisch in einen Schutzmodus, der uns den Drang nach Flucht verspüren lässt. Bei Gefahr ist die körperliche Reaktion durchaus sinnvoll. Bei Betroffenen einer Angststörung tritt dieser Prozess jedoch in übersteigerter, belastender Form auf und schränkt den Alltag ein. Aktivitäten werden vermieden und ein Teufelskreis entsteht.

Angststörungen Symptome

Somatische Symptome

Der Körper in Alarmbereitschaft:

Die Angststörung macht sich in verschiedenen körperlichen Symptomen bemerkbar:

  • Herzrasen
  • Atemnot & Beklemmung
  • Zittern / Weiche Knie
  • Schwindel
  • Bluthochdruck
  • Trockener Mund
  • Schweißausbrüche oder Kältegefühl
  • Druck- & Engefühl in der Brust
  • Ohrenrauschen & Sehstörungen
  • Übelkeit (Magen- & Darmbeschwerden)

Psychische Symptome

Eine Vielzahl an Gedanken bestimmen die Psyche:

Betroffene einer Angststörung verfallen häufig in einen gedanklichen Teufelkreis, der die Angst vor der erneuten Situation weiter verschärft und eine weitere positive Erfahrung mit der Aktivität meist unmöglich macht. Die negativen Gefühle und körperlichen Reaktionen gekoppelt an das auslösende Ereignis sind demnach fest im Gehirn verankert. Betroffene leiden unter anderem unter folgenden Gefühlen und Gedanken:

  • Verzweiflung & Hilflosigkeit
  • Todesängste
  • Kontrollverlust
  • Katastrophengedanken
  • Gedankliche Blockaden
  • Gedankliche Entwicklung von Fluchtstrategien
  • Intensivere Wahrnehmung körperlicher Symptome
  • Infragestellen der körperlichen Funktionstüchtigkeit

Wir beraten Sie jederzeit persönlich. Rufen Sie uns unverbindlich an!

Ernstzunehmende Panikattacken

Burnout Anzeichen

Objektiv betrachtet mögen die angstauslösenden Aktivitäten für Außenstehende zum Teil harmlos wirken. Für Betroffene einer Angststörung geht jede Situation jedoch mit einem massivem Bedrohungsgefühl einher. Sie haben Angst vor einer Bloßstellung oder fühlen sich gar dem Ende nah. Das kann bis hin zur sozialen Isolation, zwischenmenschlichen Problemen und einem erhöhten Alkohol- und Tablettenkonsum führen.

Weitreichende Folgen einer Angststörung

Betroffene berichten häufig auch von einer permanenten Erwartungsangst – der Angst vor dem erneuten Auftreten beispielweise einer Panikattacke. Die Gedanken kreisen unaufhörlich um die Bedrohung und den möglichen Angstzustand und engen geradezu ein. Da gewohnte Aktivitäten vermieden werden, kann das zudem Einfluss auf das Familien- und Arbeitsleben nehmen. Manche Betroffene sind abhängig von der Unterstützung anderer Menschen und verlieren so jegliches Selbstvertrauen. Die eigene Abschottung und Verzweiflung kann auch die Entstehung einer Depression begünstigen.

Formen nach ICD-10

Panikstörung

Nach ICD-10 kennzeichnet die Panikstörung eine starke wiederkehrende Panikattacke, die jedoch auf keine bestimmte Situation bezogen ist. Plötzlich auftretendes Herzrasen, Schwindel und Atemnot führen zur Furcht vor Kontrollverlust, Ohnmacht oder sogar dem Tod.

Agoraphobie

Betroffene einer Agoraphobie vermeiden vor allen Dingen Situationen, in denen große Menschenmengen oder öffentliche Plätze involviert sind und in denen Flucht oder Hilfe nicht erreichbar scheinen. Alleine zu verreisen, der Besuch im Supermarkt oder sogar das schlichte Verlassen der eigenen vier Wände kann für Agoraphobiker unmöglich sein. Durch das eigene Vermeidungsverhalten können Betroffene sich der Angst häufig entziehen.

Soziale Phobie

Betroffene einer sozialen Phobie kämpfen mit der lähmenden Angst kritisch oder negativ bewertet zu werden und vermeiden daher jegliche Situationen, in denen sie die Aufmerksamkeit anderer auf sich ziehen. Dazu zählen beispielsweise öffenliche Vorträge, Telefonate oder der Austausch in einer Gruppe. Häufig treten hier Symptome wie Zittern, Übelkeit oder Erröten in den Vordergrund.

Spezifische Phobien

Wie der Name es andeutet, bezieht sich die Angst bei der spezifischen Phobie auf eine ganz bestimmte Situation (Flugangst, Platzangst, Angst vor der Dunkelheit) oder ein Objekt wie beispielsweise ein Hund oder eine Spinne. Zu weiteren angstbehafteten Situationen zählen typischerweise auch der Anblick von Blut oder der Besuch eines Arztes. 

Generalisierte Angststörung

Bei einer generalisierten Angststörung ist die Angst nicht an ein spezifisches Ereignis gekoppelt. Vielmehr betrifft sie verschiedene Lebensbereiche wie die eigene Gesundheit, die Gesundheit der Familie, unsichere Finanzen oder ein instabiles Arbeitsverhältnis. Da Betroffene auf den Großteil der Sorgen keine Kontrolle ausüben können, sind die Sorgen schwer in Schach zu halten. Nervosität, Schlafstörungen und eine muskuläre Anspannung zählen zu den häufigsten Symptomen.

Angststörungen - wirkungsvolle Therapie

Angststörungen schränken Ihre Lebensqualität zunehmend ein – lassen Sie sich deshalb von uns in einem persönlichen und vertrauten Gespräch beraten. Gemeinsam gehen wir den Ängsten auf den Grund und finden Ihren ganz persönlichen Weg, mit diesen umzugehen. Wir bieten Ihnen eine wirkungsvolle und nachhaltige Therapie bei Angststörungen für mehr Selbstbestimmtheit und einen unbeschwerten Lebensalltag!